Delegiertenversammlung

Hans-Jürgen Urban zu Gast bei der IG Metall Ennepe-Ruhr-Wupper

19.03.2026 | An der ersten Delegiertenversammlung des Jahres hat unser geschäftsführendes Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban teilgenommen und zu "Perspektiven des Sozialstaats in Zeiten des Umbruchs - Positionen der IG Metall" gesprochen. Anhand der Anzahl der engagierten Redebeiträge der Delegierten wurde deutlich, dass dieses Thema die IG Metaller stark beschäftigt.

Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall

Am 17. März 2026 versammeln sich die Delegierten der IG Metall Ennepe-Ruhr-Wupper zur ersten Delegiertenversammlung des Jahres im IG Metall Bildungszentrum Sprockhövel.

Mathias Hillbrandt, Erster Bevollmächtigter, eröffnet und begrüßt neben den Delegierten als Redner Hans-Jürgen Urban aus dem Vorstand der IG Metall.

Als Mitglied des Ortsvorstandes präsentiert Andrea Sonnenschein die Situation des IG Metall-Kollegen Danial Bamdadi, dem aktuell die deutsche Staatsbürgerschaft verwehrt wird. (Mehr Informationen und Petition zum Unterzeichnen siehe nebenstehender Link.)

Elin Dera, Zweite Bevollmächtigte berichtet über Aktuelles aus den Betrieben der Region sowie über die ersten ersten bereits abgeschlossenen Betriebsratswahlen. Außerdem präsentiert sie einen Ausblick auf den Sommer, in dem für die Metall- und Elektroindustrie die Vorbereitungen für die Tarifrunde starten. Die IG Metall wird in den Betrieben eine Befragung durchführen, welche Erwartungen die Beschäftigten an die Tarifrunde haben. In mehreren Betrieben wird dies mit Aktionen unter dem Motto “Die IG Metall ist da” verbunden.

Anschließend geht Mathias Hillbrandt auf die politische, industrielle und globale Lage ein und führt die aktuellen Zahlen der Geschäftsstelle zu Mitgliedern und Finanzen aus. Er verbindet dies mit einem Aufruf an die Delegierten, sich am 1. Mai, dem “Tag der Arbeit” zu beteiligen. Das Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ ist aktueller und dringender denn je.

Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, zeigt in seiner Rede auf, dass zu den großen Entwicklungen wie Globalisierung, Digitalisierung und Transformation zusätzliche “Schocks von außen” kämen wie die Finanzmarktkrise, die Covid-Pandemie und Kriege wie in der Ukraine und in Nahost. “Menschen verlieren die Orientierung, weil alte Vorstellungen nicht mehr weiterhelfen.”, so Urban. Dies führe dazu, dass drei Aufgaben auf die IG Metall zukämen:

  • Als Gewerkschaft ein Solidaritätsangebot zu schaffen für all diejenigen, die Orientierung suchen.
  • Widerstand zu organisieren gegen diejenigen gesellschaftlichen Akteure, die sich an den Krisen verteilungspolitisch bereichern.
  • Perspektiven aufzuzeigen, wie eine bessere Zukunft aussehen und erreicht werden kann.

Mit diesen Themen seines Redebeitrags trifft Urban den Nerv der Delegierten, wie sich an der nachfolgenden Diskussion zeigt, an der sich viele der Anwesenden engagiert beteiligen.

Ein thematisch passender vorliegender Antrag an die Delegiertenversammlung („Resolution gegen Krieg und Sozialabbau“) wird nach eingehender Beratung von der Delegierten zwar mit deutlicher Mehrheit abgelehnt. Dies begründet sich jedoch ausschließlich in der konkreten Formulierung und Forderung der Resolution und keinesfalls an den sehr relevanten Themen. Beide Themen liegen den Delegierten sehr am Herzen; daher wird gemeinsam beschlossen, dass hierzu vertiefende meinungsbildende Austauschformate angeboten werden.

Zum Abschluss der Veranstaltung wird Emel Cetin verabschiedet, die viele Jahre in der Geschäftsstelle als Politische Sekretärin tätig war und seit Februar andere Aufgaben bei der IG Metall in Nordrhein-Westfalen übernimmt. Mathias Hillbrandt erinnert mit einer Foto-Collage an ihren Start bei der IG Metall Witten, über den Wechsel zur Geschäftsstelle Gevelsberg-Hattingen und die Tätigkeit in der zusammengeschlossenen neuen IG Metall Ennepe-Ruhr-Wupper. Er bedankt sich herzlich bei Emel für ihre sehr gute Arbeit und ihren Einsatz in den von ihr betreuten Betrieben in der Region. Bei der derzeit noch laufenden Auseinandersetzung bei Alstom Lokomotiven Services in Hattingen zur Anerkennung der Tarifverträge der IG Metall wird Emel in den kommenden Wochen weiter mitwirken und unterstützen. Hier war Emel mit den Beschäftigten im Dezember 2025 in einen Warnstreik gezogen, da nach vielen Verhandlungen mit dem Arbeitgeber noch keine Einigung erzielt werden konnte. Mit großem Applaus wird Emels Einsatz vom Team der Geschäftsstelle und den Delegierten gewürdigt. Wir wünschen Emel viele erfolgreiche Einsätze in ihrem neuen Aufgabenbereich!

Von: ed

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