12.12.2025 | Die Belegschaft von Alstom Lokomotiven Services in Hattingen will die Anerkennung von Tarifverträgen der IG Metall erreichen. Nachdem mehrfach erfolglos mit dem Arbeitgeber verhandelt wurde, gingen die Beschäftigten in den Warnstreik.
Seit über einem Jahr verhandelt die IG Metall mit Alstom Lokomotiven Services in Hattingen über den Abschluss eines Anerkennungstarifvertrages der Metall- und Elektroindustrie NRW. In neun Verhandlungsrunden hat der Arbeitgeber in den wesentlichen Forderungen kein Entgegenkommen gezeigt.
Die IG Metall fordert für einen ersten Tarifabschluss die Anerkennung folgender Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie NRW:
Für einen ersten Tarifabschluss hat sich die IG Metall in den unzähligen Verhandlungsrunden kompromissbereit gezeigt. Von den insgesamt 28 Tarifverträgen der Fläche wird lediglich die sofortige Anerkennung von vier gefordert. Diese Forderung ist fair und entspricht den Standards im Alstom-Konzern. Das letzte Angebot des Arbeitsgebers ist für die IG Metall-Mitglieder nicht akzeptabel.
Der Arbeitgeber zögert verbindliche Heranführungsschritte an die Entgelte des Flächentarifvertrages heraus, indem er keinen Anerkennungs-, sondern einen Haustarifvertrag abschließen will. Daher sind am 11. Dezember 2025 rund 70 Beschäftigte dem Warnstreikaufruf der IG Metall gefolgt, haben die Arbeit niedergelegt und sind in einem Demozug in die Innenstadt von Hattingen gezogen.
Der Betriebsratsvorsitzende Christian Mohr macht in seiner Rede deutlich: "Wir wollen einen Tarifvertrag, der diesen Namen auch verdient!". Das ist ein klares Zeichen: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kämpfen gemeinsam für einen Tarifvertrag und sind bereit, den Druck weiter zu erhöhen.